alcohol_lizenzfreiKnapp 18% der Hamburgerinnen und Hamburger zwischen 18 und 64 Jahren trinken Alkohol in gesundheitsschädlichen Mengen. Ähnlich hoch ist in der Stadt die Zahl der StarkraucherInnen, die damit allerdings  unter dem Bundesdurchschnitt liegt.

Dies sind zwei wesentliche Ergebnisse der Hamburger Sonderauswertung des bundesweiten Epidemologischen Suchtsurveys 2015, der am Montag vorgestellt wurde.

„Die Daten zeigen, dass es gerade in Hinblick auf den problematischen Suchtmittelkonsum durchaus positive Tendenzen gibt. Diese positiven Entwicklungen wollen wir durch weitere Aufklärung verstärken und jeglichen Verharmlosungsdebatten auch durch gezielte Prävention entgegen wirken“, erläutert Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks die Ergebnisse. „Dabei stehen keineswegs nur Minderjährige im Fokus der Prävention. Denn die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass die Gruppe der 25 bis 39-Jährigen, die in der so genannten „rush hour“ des Lebens stehen, genauso in den Blick genommen werden sollte.“

Der Konsum von Cannabis allerdings liegt in Hamburg über dem Bundesdurchschnitt. Während bundesweit sieben Prozent der Befragten Cannabisprodukte zu sich nehmen, sind es in Hamburg 14 Prozent. Dabei spielt nach bisherigen Erkenntnissen die Verfügbarkeit in einer Großstadt eine entscheidende Rolle. Auffällig ist hier allerdings, dass die Anzahl der Konsumierenden unter den 25- bis 39-Jährigen von 11 auf 18 Prozent angestiegen ist, während der Anteil der jüngeren Cannabis-Abhängigen signifikant rückläufig ist.

Das Institut für Therapieforschung in München (IfT) führt mit dem Epidemiologischen Suchtsurvey in regelmäßigen Abständen eine bevölkerungsrepräsentative Studie zum Substanzkonsum von legalen und illegalen Drogen in Deutschland durch. Durch eine Aufstockung der Stichprobe in Hamburg war es möglich, auch repräsentative Aussagen zur Verbreitung des Substanzkonsums in der Hansestadt zu erhalten.

Eine auführlichere Erläuterung der Hamburger Ergebnisse mit allen Ergebnissen zum Download sowie die Kommentierung durch die Gesundheitssenatorin gibt es hier in der Presseinformation der BGV.

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