Die Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen präsentiert hier die aktuellen Zahlen für die Hansestadt Hamburg. Sofern nicht anders angegeben, basieren diese auf den Angaben und Erhebungen im Epidemiologischen Suchtsurvey 2015, 2016 des Institutes für Therapieforschung München.

Die absoluten Zahlen berechnen sich auf Grundlage der Angaben das Statistikamtes Nord zur Bevölkerungszahl 2015. Sie sind bereinigt um den Bevölkerungsanteil der Kinder, berechnet nach den Ergebnissen der 1%-Mikrozensuserhebung von 2014 des Statistikamtes Nord, die die Anzahl der unter 15jährigen mit 232.000 angibt. Da die Zahlen hochgerechnet wurden, sind sie zur besseren Kenntlichkeit auf volle 1.000 gerundet worden. „betr. Kinder“ bedeutet „betroffene Kinder“ und ist eine geschätzte und damit nicht valide Zahl, die Kinder (unter 15) in von Sucht betroffenen Familien sichtbar machen soll. Nicht in jedem Fall leben Kinder und Eltern dabei im selben Haushalt.

„n.B.“ – bedeutet „nicht Binär“ und bezieht sich auf die  3,3 % aller Menschen, deren Registerdaten-Geschlecht von ihrem Geschlecht abweicht. Diese Zahl ist dem Sachstandsbericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ): Informationen zur Situation trans- und intersexueller Personen, 26. Oktober 2016, S. 7-8 entnommen. Die Zahl errechnet sich aus der Gesamtzahl und soll Menschen sichtbar machen, die nicht vom herkömmlichen Geschlechterverständnis erfasst werden.

Prävalenz bedeutet, dass innerhalb des angegebenen Zeitraums das Suchtmittel wenigsten einmal konsumiert wurde.

Es ist beim Lesen der Zahlen zu beachten, dass es zahlreiche Menschen gibt, die in Bezug auf mehrere Substanzen kritische Verhaltensmuster aufweisen. Diese tauchen in den Statistiken somit mehrfach auf.

Auf Grundlage dieser Daten stellen sich die Zahlen zu Konsum und Sucht in Hamburg aktuell folgendermaßen dar:

Legal Prozent  Absolut
 Quelle Frauen Männer Gesamt Frauen Männer n. B. Gesamt betr. Kinder
Medikamente
30 Tage Prävalenz 41,8 41,8 50,2 333.000 317.000 26.000 781.000 117.000
12 Mon. klinisch relevant 7,4 3,6 5,7 59.000 27.000 3.000 89.000 13.000
Schmerzmittel
30 Tage Prävalenz 55,1 40,9 48,0 438.000 311.000 25.000 746.000 111.000
von diesen nehmen wöchentl. 28,4 27 27,7 124.000 84.000 7.000 207.000 31.000
Schlaf- oder Beruhigungsmittel
30 Tage Prävalenz 6,7 2,8 4,8 53.000 22.000 2.000 74.000 11.000
von diesen nehmen wöchentl. 37,1 0 18,6 20.000 0 500 14.000 2.000
Antidepressiva
30 Tage Prävalenz 6,3 3 4,7 50.000 24.000 2.000 73.000 11.000
Neuroleptika (Psychose)
30 Tage Prävalenz 1,3 0,1 0,7 10.000 1.000 400 11.000 2.000
Essstörungen  HLS  41,1 31,6 36,35 326.943 251.000 19.000 565.000 84.000
Anorexie  HLS 1 0,1 0,6 8.000 1.000 300 9.000 1.000
Bulimie  HLS 4 1 2,5 32.000 8.000 1.000 39.000 6.000
Partiell  HLS 15 10 12,5 119.000 80.000 6.000 194.000 29.000
Adipös  DAG 21,1 20,5 20,8 168.000 163.000 11.000 323.000 48.000
Spielsucht HLS 3.000 7.000 300 10.000 1.000
Kaufsucht  Süd. Zeit. 6 5,8 5,9 48.000 46.000 3.000 92.000 14.000
Tabak
30 Tage Prävalenz stark 13,6 17,8 15,8 108.000 142.000 8.000 246.000 37.000
Einstiegsalter 15,9 16 16,0
Alkohol
30 Tage Prävalenz riskant 26,6 17,6 21,9 212.000 140.000 11.000 341.000 51.000
Einstiegsalter 15,5 15,4 15,4
Illegal
12 Monats Prävalenz 10,2 15,5 12,8 81.000 123.000 7.000 199.000 30.000
Cannabis
12 Monats Prävalenz 8,8 13,9 11,4 70.000 111.000 6.000 177.000 26.000
12 Monats Prävalenz klinisch 2,5 2,3 2,4 20.000 18.000 1.000 37.000 6.000
Einstiegsalter 17,2 17,9 17,7
Amphetaminen oder Methamphetamin
12 Monats Prävalenz 1,7 1,8 1,7 14.000 14.000 1.000 26.000 4.000
Ecstasy 1,6 2 1,8 13.000 16.000 1.000 28.000 4.000
Heroin oder anderen Opiate 0,5 0,6 0,6 4.000 5.000 300 9.000 1.000
Kokain oder Crack 1,5 2,6 2,0 12.000 21.000 1.000 31.000 5.000

 

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