In Berlin haben akzept e.V, JES sowie die Deutsche Aids-Hilfe am Mittwoch, den 27. Juni den mittlerweile 5. alternativen Drogen- und Suchtbericht vorgestellt.

Er soll aus Sicht der Verfasser ein Gegenstück zum jährlichen Bericht der Bundesregierung darstellen und an Hand aktueller Beiträge Antworten auf drängende Probleme und Fragen in der Deutschen Drogen- und Suchtpolitik geben. „Es gibt kein Gesamtkonzept für die Regulierung von legalen wie illegalen Drogen. Selektiv greift die Drogenbeauftragte immer wieder Themen heraus, die sie medial vermarktet, statt eine umfassende Analyse der Risiken bestimmter Drogen und der Wirkungen bestimmter Kontrollpolitiken vorzunehmen„, heißt es in der Pressemitteilung zum alternativen Drogen- und Suchtbericht zu der Frage, warum den Autoren die Veröffentlichung eines eigenen Berichtes relevant erscheint.

Ein thematischer Schwerpunkt dieser Ausgabe liegt erneut bei der meist konsumierten illegalisierten Droge in Deutschland wie auch weltweit: Cannabis.
Weiterhin beschäftigt sich der Bericht mit den legalen Drogen Alkohol und Tabak. Geschätzte 74.000 alkoholbedingte und 110.000 tabakbedingte vorzeitige Sterbefälle pro Jahr finden aus Sicht der AutorInnen bisher zu wenig Beachtung. Hier zeigt der Bericht Möglichkeiten der Harm Reduction anhand konkreter Modelle auf.

In insgesamt 27 inhaltlichen Beiträgen befasst sich der Bericht u.a.mit Themen wie Cannabis als Medizin, Cannabislegalisierung in Kanada, Möglichkeiten eines Tabakwerbeverbotes oder auch Suchtprävention in Fußballstadien.

Der Bericht ist zeitgleich mit seiner Präsentation in gedruckter Form über den Verlag pabst publishers erschienen oder lässt sich hier kostenlos als PDF herunterladen.

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