Im Rahmen des Transgender Day of Remembrance (TDOR) hat die Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) am 20. November transsexuelle Sexarbeiter*innen in der Schmuckstraße über Suchthilfe- und Präventionsangebote in der Stadt informiert. Es war die erste Veranstaltung in diesem Zusammenhang und an diesem Ort.

Die Aktivistin der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. (dgti) Greta Salome Bollig hielt eine bewegende Gedenkrede und Sergio Hernández übersetzte diese ins Spanische. Danach wurden über 70 Namen ermordeter Menschen verlesen. In einer Schweigeminute wurde der vielen Toten weltweit, vornehmlich Frauen, gedacht.

Die Suchthilfeeinrichtungen Ragazza e.V. und Therapiehilfe e.V. versorgten Betroffene mit heißem Tee und standen für Informationen zur Verfügung. Es war auch möglich, vor Ort Spritzen zu tauschen und sich auf spanisch beraten zu lassen. Laut Bado sind 18% aller Drogensüchtigen obdachlos. Das bedeutet, etwa 900 Sexarbeiterinnen leben in Hamburg ohne Wohnung, von ihnen sind schätzungsweise knapp über 50 transsexuell.

Der Kälte zum Trotz war die Veranstaltung gut besucht und man war sich einig, die Aktion im kommenden Jahr zu wiederholen.

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