Der Jahresbericht der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) mit den bundesweiten Beratungs- und Betreuungszahlen aus 2017 ist kürzlich in München erschienen.

Die Zahlen aus insgesamt 849 ambulanten sowie 152 stationären Einrichtungen in der gesamten Bundesrepublik flossen dabei in den Bericht mit ein. Insgesamt konnten dabei für das Jahr 2017 fast 323.000 ambulante Behandlungen sowie knapp 33.600 stationäre Behandlungen erfasst werden.

Die Substanz, mit der die meisten betreuten KlientInnen auch weiterhin ihr Haupt-Problem haben, bleibt Alkohol. Mit 48,3% der Betreuungen ist der Suchtstoff deutlich vor Cannabinoiden mit 18,4% auf Platz 2. Es folgen in der Statistik Opioide mit 13% sowie Pathologisches Glücksspiel mit 6%. Zahlreiche KlientInnen konsumieren allerdings auch mehrere Substanzen oder weisen mehrere Störungsbilder auf.

Das durchschnittliche Alter der Betreuten lag 2017 in der ambulanten Suchthilfe bei rund 39 Jahren, in der stationären bei etwa 42 Jahren. Die jüngste Gruppe der KlientInnen fand sich dabei bei den Personen mit Störungen auf Grund des Konsums von Cannabinoiden. Diese waren ambulant im Schnitt 25 Jahre alt, ambulant 28. Die durchschnittlich älteste Gruppe ist jene mit Alkoholabhängigkeit. (Ambulant: 46 Jahre, stationär: 47 Jahre).

Auch zu Fragen wie Wohnsituation, fester Partnerschaft, Zusammenleben mit Kindern, Schulabschluss oder Migrationshintergrund hat die Deutsche Suchthilfestatistik ihre Daten in interessanter Weise ausgewertet und aufbereitet. Zudem gibt es Angaben zu Weitervermittlungen, Behandlungsdauer und mehr. Der gesamte Bericht lässt sich hier online als PDF abrufen.

 

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