Am 6. Juni 2019 veröffentlichte die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) ihren aktuellen Bericht veröffentlicht. Darin wird der Umgang mit illegalen Suchtmitteln in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie in Norwegen und der Türkei beleuchtet.

Die illegale Substanz, die dabei am weitesten verbreitet bleibt, ist Cannabis. Mehr als ein Viertel aller europäischen Erwachsenen (27,4%) hat das Rauschmittel im Laufe seines Lebens schon einmal konsumiert. 7,4% der erwachsenen Europäer*innen – und 24,7 Millionen Erwachsene – konsumierten die Droge im vergangenen Jahr.

Damit liegt Cannabis deutlich vor Kokain – jener illegalen Substanz, die europaweit am zweithäufigsten konsumiert wird. Etwa 5,4% aller europäischen Erwachsenen haben Kokain im Laufe ihres Lebens schon einmal probiert, rund 1,2% kamen im vergangenen Jahr mit dem Stoff in Berührung.

Doch neben der Analyse des Konsums gibt der europäische Drogenbericht auch eine Übersicht über Hilfesysteme, Behandlungszahlen von Suchtkranken und auch Untersuchungsergebnisse aus Substanzanalysen. So sind insbesondere Amphetamine und Kokain demnach auf dem europäischen Markt sehr häufig mit Koffein gestreckt. Auch Levamisol – ein Medikament aus der Tiermedizin – konnte in vielen Ländern in unterschiedlichsten Substanzen nachgewiesen werden.

Der gesamte Europäische Drogenbericht in Deutscher Sprache kann hier als PDF aus dem Netz heruntergeladen werden.

Eine gemeinsame Pressemitteilung von EBDD und der Bundesdrogenbeauftragten mit einer Kommentierung des Berichtes gibt es hier.

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