Die Träger und Verbände der ambulanten Suchthilfe der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen haben einen Hilferuf Die ambulante Suchtberatung in Niedersachsen ist bedroht! veröffentlichtet. Sie machen damit auf die schwierige finanzielle Situation vieler Fachberatungsstellen aufmerksam. Der Hilferuf der ambulanten Suchtberatungsstellen richtet sich an alle politischen Vertreter*innen im Niedersächsischen Landtag.

Die wichtigste Botschaft des Hilferufs findet sich in folgendem Absatz: „Die 75 vom Land geförderten Beratungsstellen in Niedersachsen erreichten im Jahr 2018 mehr als 45.000 suchtkranke Menschen und deren Angehörige. Das ambulante Suchthilfesystem der Freien Wohlfahrtspflege bietet zahlreiche Angebote von der Prävention über die Beratung, Motivation, Behandlung bis zur Nachsorge – Leistungen, die weit über medizinische Belange hinausgehen, um Teilhabe und Erwerbsbezug zu ermöglichen.
Jedoch: Die ambulanten Hilfen für suchtkranke Menschen sind bedroht! Die Suchthilfe ist gravierend unterfinanziert. In Niedersachsen stagniert die Landesfinanzierung in den letzten Jahren weitgehend, während Personal- und Sachkosten ständig steigen. Gerade kleinere Suchthilfeträger laufen Gefahr, ihre Anerkennung als Fachstelle für Sucht und Suchtprävention zu verlieren, weil sie die vorgeschriebenen Stellenanteile von Fachkräften nicht mehr finanzieren können. Es drohen Versorgungsengpässe und eine fortschreitende Einschränkung der dringend benötigten Hilfeangebote.“

Der gesamte Hilferuf als PDF zum Download findet sich hier.

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