Alles gut in der Hamburger Suchthilfe in Corona-Zeiten? Das System arbeitet weiter – vielfach mit Video- und Telefonberatungen. Und gerade die niedrigschwelligen Einrichtungen stehen vor großen Herausforderungen, wie sich beispielsweise in diesem Presseartikel über das Abrigado in Harburg nachlesen lässt. Und auch für suchtkranke Sexarbeiter*innen ist die Lage sehr prekär, wie zwei Mitglieder der Landesstelle hier in einem Meinungsbeitrag beschreiben.

Insgesamt hat die Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen an die politischen Akteur*innen in der Stadt insbesondere 3 konkrete Wünsche formuliert:

  • Dass Mitarbeiter*innen der Drogen- und Suchthilfe systemrelevante Berufe ausüben und ihre Kinder daher in der Notbetreuung unterbringen dürfen, dazu wünschen wir uns eine klare Ansage.
  • Mitarbeiter*innen aus der Suchtkrankenhilfe sollten nicht in andere Bereiche der Gesundheitsversorgung abgezogen werden, da sie selbst in einem systemrelevanten Bereich arbeiten,
  • es muss sichergestellt sein, dass die Einrichtungen der Suchthilfe und -behandlung zentral über die Verwaltung Schutzkleidung und Schutzmasken sowie Desinfektionsmittel beziehen können und ebenso die Möglichkeit besteht, regelmäßige Corona-Tests für Mitarbeitende durchzuführen.

Diese wurden auch in einem Brief an die Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks zu Papier gebracht und letzte Woche verschickt. Der Brief ist hier als PDF einsehbar, auf eine Antwort warten wir derzeit gespannt.

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