Zum 31. August – dem International Overdose Awareness Day – haben Akzept e.V., JES und die Deutsche Aidshilfe eine Kampagne gestartet, in der sie sich dafür einsetzen, die Zahl der Substituierten in Deutschland bis 2022 stark zu erhöhen.

Nach Angabe der Organisationen leben in Deutschland etwa 160.000 Opioidabhängige, von denen bisher nur etwa die Hälfte substituiert wird. In vielen anderen europäischen Ländern liege die Behandlungsrate deutlich höher – teilweise bei bis zu 85%. „Durch die Corona-Pandemie hat sich die Bereitschaft für eine Substitutionstherapie bei Heroinkonsument_innen erhöht. Zugleich haben sich die ärztlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für die Behandlung verbessert“, erläutert Dirk Schäffer, Drogenreferent der Deutschen Aidshilfe den Anlass, die Kampagne jetzt zu starten.

Aidshilfe, akzept und JES schlagen vor, durch eine verstärkte wohnortnahe Versorgung, etwa durch Apotheken und Suchthilfeeinrichtungen, sowie durch lang wirksame Depotpräparate das Arbeitsaufkommen der behandelnden Praxen zu reduzieren und die freiwerdenden Ressourcen für neue Patient_innen zu nutzen. „Wichtig ist deshalb, die aufgrund von Corona geltenden Erleichterungen zu verlängern und möglichst zu entfristen“, so Mathias Häde vom JES Bundesverband.

Die komplette Pressemitteilung zum Start der Kampagne sowie mehr Infos finden sich hier online.

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