Im Rahmen einer virtuellen Mitgliederversammlung hat die Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) am Montag, den 30.11.2020, einen neuen Vorstand gewählt und eine erste Bilanz des Corona-Jahres 2020 in der Suchtkrankenhilfe gezogen. Prof Dr. Andreas Koch von der Therapiehilfe gGmbH folgt als Vorsitzender auf Dieter Adamski. In Sachen Digitalisierung sowie einer angemessenen Weiterentwicklung und Finanzierung der Suchtkrankenhilfe sieht der neue Vorstand auch langfristig Folgen aus der Corona-Zeit auf sich zukommen, denen man sich widmen möchte.

Einstimmig bei einer Enthaltung wurde Andreas Koch von der Therapiehilfe GgmbH am Montag zum neuen Vorsitzenden der HLS gewählt. Er folgt damit auf Dieter Adamski vom selben Träger, der dieses Amt 17 Jahre ausgefüllt hatte und auf Grund des bevorstehenden Wechsels in den Ruhestand nicht wieder kandidierte. Als stellvertretende Vorsitzende wurden – ebenfalls mit hohen Zustimmungswerten – Dr. Ulrike Albrecht Sonnenschein (Die Boje Suchthilfezentrum) und Rodger Mahnke (Alida Schmidt- Stiftung, TG Jenfeld) gewählt.

Komplettiert wird der Vorstand durch insgesamt 8 weitere Mitglieder verschiedener Träger und Verbände aus der Suchtkrankenhilfe und Suchtselbsthilfe. Der Vorstand widmet sich seit vielen Jahren intensiv der politischen Interessensvertretung und Vernetzung der Suchtkrankenhilfe in Hamburg sowie der Umsetzung verschiedener Projekte im Suchthilfebereich. Dazu zählen zum Beispiel die regelmäßig stattfindende „Aktionswoche Alkohol“ oder das neu aufgebaute „Lotsen- und Peernetzwerk der Suchtselbsthilfe“. Die gGmbH SUCHT.HAMBURG ist Tochtergesellschaft der HLS und setzt zudem verschiedenste Präventions- und Forschungsvorhaben im Suchtbereich um.

Dazu Andreas Koch, neuer HLS-Vorsitzender: „Ich freue mich auf unsere neue Aufgabe, die ich gemeinsam mit einem sehr vielfältigen Vorstandsteam angehen will. Aus anderen auch bundesweiten Verbandstätigkeiten z.B. im Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe (buss) und in der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) bringe ich Erfahrung in der Verbandsarbeit mit, in Hamburg werden wir wie anderswo auch aber vor allem im Team erfolgreich wirken. Denn durch verschiedenste Akteur*innen aus ambulanter und niedrigschwelliger Suchtkrankenhilfe, aus dem Klinik-, Reha- und Eingliederungshilfebereich sowie auch aus der Suchtselbsthilfe haben wir im neuen HLS-Vorstand einen sehr umfassenden Blick auf das komplexe Themenfeld. Wir wollen uns auch in Zukunft in der Hansestadt drogen- und suchtpolitisch einbringen, uns zu kontrovers diskutierten Themen äußern sowie Positionen erarbeiten und vertreten.

Eine besondere Herausforderung, die uns noch länger begleitet, werden dabei die Auswirkungen der Corona-Krise sein. In digitaler Hinsicht hat die Krise auch der Suchtkrankenhilfe einen Innovationsschub gebracht, den es auszugestalten gilt. Gleichzeitig werden wir langfristig finanziell mit den Folgen zu kämpfen haben, die vermutlich harte Auseinandersetzungen um Ressourcen auch im Gesundheits- und Sozialbereich nach sich ziehen. Die erfolgreiche Arbeit der Suchtkrankenhilfe dabei mindestens im bisherigen Umfang weiterzuführen, ist unser gemeinsames Ziel, um betroffenen Menschen in Hamburg bestmöglich zu helfen und deren Überleben zu sichern.“

Der neue HLS-Vorstand wird komplettiert durch: Olaf Bohn (Hans-Fitze-Haus, Passage GgmbH), Frank Craemer (Lukas Suchthilfezentrum Hamburg-West, Diakonisches Werk Hamburg-West/Südholstein), Cornelia Kost (therapiehilfe gGmbH), Urs Koether (freiraum hamburg e.V.) Bianca Kunze (jhj Hamburg e.V.), Derek Nordt (Guttempler Hamburg) Christine Tügel (Jugendhilfe e.V.), Thomas Zeikau (SuchtTherapieZentrum Hamburg, Martha Stiftung)

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