Aktionswoche Alkohol 2026: Sucht und Demokratie in Krisenzeiten

Der Countdown läuft – am 13. Juni startet die Aktionswoche Alkohol 2026

Die Aktionswoche Alkohol geht 2026 in ihre zehnte Runde. Bundesweit machen Einrichtungen, Kommunen und Initiativen auf die Risiken von Alkohol aufmerksam, informieren über Hilfsangebote und laden zum Gespräch ein. In Hamburg setzt die Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) die Jubiläumsausgabe unter einen besonderen Schwerpunkt: „Sucht und Demokratie in Krisenzeiten“.

Die Aktionswoche Alkohol Hamburg möchte genau darüber ins Gespräch kommen: Wie wirken gesellschaftliche Krisen auf unser individuelles Verhalten? Warum greifen Menschen in belastenden Zeiten häufiger zu Alkohol? Und was braucht es, um Resilienz, gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Gesprächskultur zu stärken?
Im Mittelpunkt steht die Auftaktveranstaltung am 13. Juni 2026 im Café Rosa in den Zeisehallen. Unter dem Titel „Sucht und Demokratie in Krisenzeiten“ verbindet die Veranstaltung wissenschaftliche Einordnung, politische Bildung, Kultur und Prävention. Besucher*innen erwartet ein offener Nachmittag mit Diskussionen, Musik, Informationsständen und einer alkoholfreien Bar.

Um 14 Uhr diskutieren die Journalistin und Autorin Gilda Sahebi, die Podcasterin und Vorsitzende von Recovery Deutschland e.V. Mika Döring sowie Christiane Lieb, Soziologin und Geschäftsführerin von Sucht.Hamburg, über die Frage, wie gesellschaftliche Krisen, psychische Belastung und Sucht zusammenhängen. Dabei geht es auch um die Rolle sozialer Medien, um politische Polarisierung, Leistungsdruck und die gesellschaftliche Akzeptanz von Alkohol.

Begleitet wird die Veranstaltung von Livemusik der Musikerin Valerie Vonn, einer alkoholfreien Bar sowie einem „Markt der Perspektiven“, auf dem Hamburger Einrichtungen aus Suchthilfe und Prävention ihre Arbeit vorstellen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Kooperation mit dem Zeise Kino. Dort zeigt die HLS im Rahmen der Aktionswoche den Film „Im Rausch“ von Regisseur Mark Schlichter. Im Mittelpunkt steht die Journalistin Katja, die unter beruflichem Druck zunehmend die Kontrolle über ihren Alkoholkonsum verliert. Der Film erzählt mit großer Nähe von Leistungsansprüchen, Erschöpfung und den fließenden Übergängen zwischen gesellschaftlich akzeptiertem Konsum und Abhängigkeit. „Im Rausch“ greift damit zentrale Fragen der Aktionswoche auf: Wie gehen Menschen mit Überforderung um? Und warum bleiben problematische Muster oft lange unsichtbar? Im Anschluss an die Vorführung findet ein Filmgespräch mit Regisseur Mark Schlichter statt.
Good to know: Bei der Auftaktveranstaltung im Café Rosa werden Freikarten für die Filmvorführung im Zeise Kino verlost.
Ergänzt wird das Programm durch zahlreiche Beiträge von Mitgliedseinrichtungen der HLS in Hamburg. Dazu gehören Fachvorträge, Informationsstände, mehrsprachige Gesprächsangebote oder alkoholfreie Cocktailabende.

Die Aktionswoche Alkohol 2026 versteht sich damit als fachliches und gesellschaftliches Forum zugleich. Sie verbindet Suchtprävention mit der Frage, wie Gesellschaften mit Dauerbelastung umgehen – und welche Strukturen notwendig sind, damit Hilfe nicht vom Zufall abhängt, sondern erreichbar bleibt.

Weitere Informationen zum ganzen Programm finden Sie hier.